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Weizen und Unkraut wachsen lassen

Gerbrunn - St. Nikolaus
Pfarrfest St.Nikolaus am 18./19.07.2026

„Wenn es ein Stück Weltliteratur gibt, das den Friedensnobelpreis verdient hätte, dann das Gleichnis vom Unkraut im Weizen im Evangelium (Mt 13, 24-30) am Pfarrfestsonntag Es hat wahrscheinlich mehr Menschenleben gerettet als Amnesty International und Mutter Theresa zusammen". So beginnt etwas forsch der Leitartikel der Zeitschrift „Christ in der Gegenwart" über das Weizen-Unkraut-Gleichnis.
Zunächst befragte das Vorbereitungsteam (F. Lamprecht, M. Kamp, B. Nohr, J. Karl ) die Messbesucher nach ihren Unkraut-Kenntnissen. Ein origineller Einstieg. Auf den ausgelegten Fotos wurden die meisten „Unkräuter" erkannt, Gartenbesitzer kennen sich halt aus. Die Kräuter „Giersch" und „Taumellolch" waren eher unbekannt, mussten vorgestellt werden.
Warum diese Befragung? Jesus wünscht, dass alles wachsen soll. Der gute Samen Weizen und das nicht geschätzte Unkraut. Was gut und schlecht ist und war, entscheidet sich bei der Ernte, dem Endgericht.
Das Gleichnis hat in allen Jahrhunderten seine Keimkraft behalten. Es ist der Dung, auf dem Gewissens - und Religionsfreiheit, überhaupt die Menschenrechte wachsen. Darum der mutige Vergleich zu Beginn des Artikels.

Auf dem Pfarrfest war etwas davon zu erleben, wie eine Gemeinde zusammenhält, wie sie wächst, wie sie manches ertragen und mitmachen muss, gerade in den letzten Jahren. Ob es gefällt oder nicht. Sie scheint an ihren Herausforderungen zu wachsen: Mehrere Dutzend Helferinnen und Helfer machten das zweitägige Fest möglich. Beim Aufbau und Herrichten des Festplatzes, beim Grillen, Getränke- und Kuchenverkauf, beim Ministrieren, bei der Gestaltung des Festkonzertes am Samstagabend (Chor Concino mit ca. 25 Leuten und die Band "Sound & So" mit K. Nikolai, M. Nikolai, G. Stirnweiß, Th. Plauk. Harald Tempel, Alex Müller) und der Messe am Sonntag, beim Spülen und Aufräumen. Der St. Nikolaus-Kindergarten mit seiner Leiterin S. Hesselbach sang mit 30 Kindern an Sonntagmittag, die Katholische Junge Gemeinde (KjG) zeigte ihre Fotos vom diesjährigen Pfingstzeltlager. Und erfreulich viele Besucher aßen und tranken und fühlten sich durch ihre Teilnahme am Fest mit der Gemeinde verbunden.
„Lasst alles wachsen bis zur Ernte", heißt es im Gleichnis.
Die Katholische Gemeinde Gerbrunn scheint dazu bereit zu sein, Vorbereitung und Durchführung ihres Festes machten Mut, auf diese Ernte zu warten.

R. Kies

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