Eine Übernachtung für Kinder und Familien in der Kirche? Ist das verrückt oder faszinierend? 40 Kinder im Alter von 6-14 Jahren haben sich für letzteres entschieden und trafen sich am 17.07. ab 17 Uhr in der Pfarrkirche Unsere Liebe Frau. Erstmal ging es natürlich darum, sich den besten Platz für die Nacht zu sichern und die Schlafplätze einzurichten. Da wurden Luftmatratzen aufgepumpt, Kirchenbank-Polster ausgelegt und sogar ein kleines Zelt aufgeschlagen.
Nachdem das erledigt war, trafen sich alle im Hof um gemeinsame Kennenlern- und Kreisspiele zu spielen. Anschließend gab es zur Stärkung Bratwürste, Brötchen und Grillkäse.
Doch was mussten wir dann erfahren? Die Kirchenmaus Ulfi ist vor dem Lärm aus der Kirche geflüchtet und hat sogar den Schatz mitgenommen! So machten sich alle Kinder und Erwachsenen daran, Ulfis Hinweise im UV-Licht zu finden und ihren Spuren zu folgen. So leicht waren die Informationen über ihren Aufenthaltsort aber nicht zu finden. Da mussten erst viele Aufgaben wie Stelzen-Lauf, Kirchenlieder-Quiz, Eierlauf, Stopptanz, Grusel-Lach-Challenge, Fühlrätsel, Luftballon-Transport und Mini-Gewänder-Modenschau bewältigt werden. Erst als alle Puzzle-Teile zusammengetragen waren, konnte man erkennen, wo Ulfi mit dem Schatz ist: Im Sakristei-Saal. Eine Abschlussfrage noch und dann konnte der Schatz gemeinsam geplündert werden: es gab Eis für alle!
Erleichtert trafen sich alle am Feuer und sangen in munterer Runde viele bekannte Zeltlagerlieder. Nach dem Abendlob ging es für die kleineren Kinder in die Schlafsäcke und mit einer Gute-Nacht-Geschichte von der Kirchenmaus Ulfi schliefen alle friedlich ein.
Die größeren Kinder folgten etwas später, nachdem sie noch einen Film schauen durften. Trotz ungewohnter Geräusche in der Kirche konnten alle gut schlafen. Und weit vor dem ersten Glockenläuten waren die ersten Kinder schon um 5.30 Uhr wach. Nach und nach kamen alle aus den Schlafsäcken gekrochen und starteten bereits mit dem Morgensport im Pfarrgarten. Die letzten Langschläfer wurden schlussendlich noch mit Orgelmusik geweckt.
Morgenlob, Frühstück, Aufräumen – und schon war das Abenteuer vorbei. Vielleicht etwas müde, aber alle erfüllt von den spannenden Eindrucken ging es wieder nach Hause.
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