Zwischen Dunkel und Licht schwankt das Leben. Eindrucksvoll eröffneten Darth Vader (Paul Eberlein) und das Christkind (Clara Goldschmitt) mit einem Streitgespräch den Jugendgottesdienst zum 2. Advent in der Pfarrkirche ULF. Traditionell gehört der Samstag der ersten Adventswoche den Jugendgruppen der Pfarrei. Bereits ab Mittag wurden Christbäume verkauft. Am Ende blieb zur Freude der Jugendkassenwarte keiner mehr übrig. Am späten Nachmittag bildete der von den Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern vorbereitetet Jugendgottesdienst den Höhepunkt. Zunächst eröffnete die Kinder der KiTa die Feier. Dann sahen sich die Jugendlichen in die Auseinandersetzung zwischen Gut / Licht und Böse / Dunkel, vertreten durch das Christkind und den dunklen Akteur aus Starwars, hineingezogen. In ihrer Einleitung wies Maximiliane darauf hin, dass die Menschen meist weder ganz böse, noch ganz gut sind. Es gibt helle Augenblicke, in denen wir im Leben das Richtige machen und glücklich sein können.
Im Zentrum stand in diesem Jahr der ULFer Sternenhimmel. Über Wochen haben Kinder, Jugendliche, Familien, aber auch Seniorinnen und Senioren Sterne gebastelt, die nun die Advents- und Weihnachtszeit in der Pfarrkirche über dem Altar erstrahlen. Viele haben ihre Stern gefüllt mit Sternstunden ihres Lebens, Hoffnungen und Erwartungen an eine gute Zukunft. Peter Gredel und Klaus Metzler schufen eine geniale Konstruktion, die die Lebenssterne nun über dem Altar schweben lassen. Eindrucksvoll illuminierte Max Meder Sternenhimmel und Pfarrkirche und intensivierte so das Erleben der hellen Sternennacht.
In seiner Predigt griff Pfarrer Johannsen die Frage auf, ob man als Mensch lieber auf dem Boden bleiben oder nach den Sternen greifen soll? Wäre es ein Ziel für einen ULFer Jugendlichen, mit der nächsten Mondmission der ESA in den Weltraum zu fliegen? Die meisten Gottesdienstbesucher trauten sich da keine Chance zu. Nur die Jüngsten hatten den Mut, sich dafür zu bewerben. Natürlich braucht es Vernunft in der Selbsteinschätzung, aber wie Abraham in der Nacht von Hebron traut auch Gott uns zu, nach den Sternen zu greifen, Neues zu wagen und dennoch im Leben zu bestehen.
Ihren Stern, der nun auch im Chorraum hängt, gestalteten die Jugendlichen zu Hoffnungen und Wünschen für eine lebenswerte Zukunft. Die Sehnsucht nach Frieden und guten Chancen für die Zukunft standen dabei im Mittelpunkt.
Am Ende verteilten sie Gläser mit Lichtern, die die Gottesdienstbesucher daran erinnern sollen, dass sie immer wieder Sternstunde im Leben erfahren und sie dankbar bewahren dürfen.
Mitreißend gestalteten die Bläser von Heilichs Blechle und Martin Wetterich den Gottesdienst musikalisch und spielten noch lange nach dem Gottesdienst auf dem Kirchplatz zur Freude der Besucher.
Jugendgruppen und Kindergarten boten beim Adventsmarkt im Hof noch selbstgebastelte Weihnachtsdekoration an, deren Erlös für Jugendfahrten und Spielsachen verwendet wird.
Die Tradition des ULFer Advent erfreut sich großer Beliebtheit und sammelt viele Besucher aus dem Frauenland.






















