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"Für wen gehst du?" Priesterweihe P. Venansius

Würzburg Frauenland - Unsere Liebe Frau
Pater Venansius wird zum Priester geweiht und feiert die erste Messe in ULF

Gemeinsam mit P. Johnson und P. Willibrodus empfing am Samstag, 17.1.2026, unser bisheriger Diakon Frater Venansius Pilenthiran durch Bischof James Patteril die Priesterweihe. Viele seiner Mitbrüder aus dem Claretinerorden, die Ausbildungspfarrer, Freunde und Gäste aus den Pfarreien in Altendorf und Würzburg feierten mit ihnen den festlichen Gottesdienst in der prächtigen und kalten Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Weißenhorn bei Ulm. Auch eine Gruppe aus unserer Pfarreiengemeinschaft machte sich auf, um diesen Tag mitzuerleben. Bischof James wurde selbst erst im vergangenen November zum Bischof geweiht und war zuvor viele Jahre der Missionsprokurator des Ordens mit Sitz in Würzburg. Nun kam er als Oberhirte der syro-malabarischen Diözese Belthangady in Indien, um die Mitbrüder zu weihen, mit denen er vorher im Haus in der Wölffelstraße lebte. In seiner Predigt fragte P. Alois mit Bezug auf das Evangelium von den Sterndeutern aus dem Osten, die sich zum Kind aufmachten, die Kandidaten: „Für wen macht ihr euch auf den Weg? Welchem Stern folgt ihr?“ Er ermutigte sie, sich immer wieder neu an Christus auszurichten und nicht Irrlichtern zu folgen. „Bringt dem Kind das Gold eures Lebens, das Wertvollste, das ihr habt, eure Hingabe“, so der Prediger. Nach dem Weihegebet und der Handauflegung halft Pfarrer Johannsen als Vertreter der Ausbildungspfarrei P. Venansius beim Anlegen der Gewänder. Im Anschluss an die Feier luden die Claretiner die Gäste zu einem großen Mittagessen in ihrem Kolleg in Weißenhorn ein, bei dem sich für alle Gäste die Gelegenheit ergab, den Neugeweihten zu gratulieren.

Am nächsten Tag feierte Pater Venansius seine Primizmesse in der Pfarrkirche ULF. Nach der Begrüßung durch den Pfarrer segnete der Provinzial der Claretiner, P. Callistus, das Messgewand, das die Pfarrei dem Neupriester schenkte, und führte den Primizianten zum Priestersitz. Mit vielen Mitbrüdern aus Indien, Sri Lanka und Deutschland feierte er dann die Heilige Messe. In seiner Predigt griff Pfarrer Johannsen die Frage vom Vortag auf und band sie zurück an eine Erzählung der Chassidim, die Martin Buber überliefert: „Für wen gehst du?“ Orientiert an den Lesungen des Tages legte der Prediger dem Neupriester nahe, sich immer daran zu erinnern, dass er, trotz aller Aufgaben die ihm in seinem Orden übertragen werden, nicht Karriere macht, sondern im Mutterleib berufen ist. Wie Paulus soll er Respekt vor den Menschen haben und sich nicht „als Herr über den Glauben, sondern als Diener zur Freude verstehen. Denn im Glauben sind die Menschen stark.“ Schließlich muss er sich im Klaren sein, dass er viel über Jesus weiß, aber wie der Täufer Johannes immer auch herausgefordert er ist, ihn besser kennenzulernen. „Lieber Venansius, du kommst als Priester der Weltkirche und Angehöriger einer Ordensgemeinschaft, die missionarisch ausgerichtet ist. Du bringst die Glaubenserfahrung aus einem anderen kulturellen Kontext und in einer religiösen Herausforderung, die uns nicht vertraut ist. Mit diesen Charismen kannst und wirst du unsere Gemeinden bereichern und für vielen Menschen ein guter Zeuge der frohen Botschaft sein... Die Menschen werden dich brauchen. Aber du brauchst auch die Menschen. Sie erinnern dich daran, für wen du gehst: für Christus, der dich in Dienst genommen hat und dich in seinen Weinberg sendet.“

Für die Pfarrei sprach am Ende des Gottesdienstes Georg Rödel ein Grußwort und überbrachte die herzlichen Glückwünsche der Gemeinde. Pastoralreferentin Lisa Hippe versicherte ihm im Name des Teams die Unterstützung seiner Kolleginnen und Kollegen und versprach, dass alle bereit sind, mit ihm den Weg als Seelsorger weiterzugehen. Die Messfeier schloss mit dem Primizsegen des Neupriesters. Musikalisch gestalteten Frau Gaillard und Martin Wetterich den Gottesdienst mit Werken für Orgel und Geige.
Im Anschluss richteten die Claretiner einen Stehempfang im Pfarrheim aus, an dem noch viele Besucher und Gratulanten teilnahmen.