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Antisemitismus in unserer Stadt?

Würzburg Frauenland - Unsere Liebe Frau
Treffen Gemeindeteam ULF und evangelischer Kirchenvorstand der Martin Luther Gemeinde

Dr. Altieri gibt Einblicke in das Leben jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in Würzburg.

Das jährliche Treffen des evangelischen Kirchenvorstandes der Martin-Luther-Kirche und des Gemeindeteams ULF / St. Barbara stand in diesem Jahr unter der Frage: "Wie macht sich Antisemitismus in unserer Stadt bemerkbar?"

Eingeladen als Referent war dazu Bezirksheimatpfleger Dr. Riccardo Altieri, die zuvor als Leiter des Johanna-Stahl-Instituts in Shalom Europa arbeitete. Dr. Altieri spann den Bogen von der Geschichte der Ansiedlung von Jüdinnen und Juden in Würzburg nach den ersten Pogromen im Kontext des ersten Kreuzzuges über die größeren Ausschreitungswellen gegen sie im sog. "Rinffleisch-Pogrom" (1298), in der "Armlederverfolgung" (1336) und im Pestpogrom von 1349 zu den Hep-Hep-Aufständen im 19. Jahrhundert. Einige in der Öffentlichkeit unbekanntere Ausschreitungen wie der "Habima-Skandal" 1930 beleuchtete er in seinem Vortrag. Seit dem Gaza-Konflikt und der Verschleppung und Ermordung jüdischer Geiseln am 7.10.2023 hat sich die Situation für viele jüdische Menschen in unserem Land, aber aquch in der Stadt Würzburg, verändert. Widerstand gegen die Politik der israelischen Regierung trägt immer öfters auch judenfeindliche Züge. In den Forderungen nach einem palästinänsischen Staat vom Mittelmeer bis zum Jordan wird oft auch die Auslöschung des Staates Israel impliziert. Altieri konnte auf eine Vorfälle aufmerksam machen,die z.T. keinen Widerhall in der Öffentlichkeit fanden wie z.B. die Auseinandersetzungen in einer Würzburger Verbidnung.

Er zeigte aber auch das große Engagement in der Stadt auf, das sich gegen Antisemitismus und Judenhass richtet: Das Gedenken von Sant'Egidio am 27.11., die Erinnerungsfeiern der Stadt Würzburg am 9.11. am Platz der letzten Synagoge, den Studiengang ZABUS, der deutschlandweit zum Modellprojekt geworden ist. 

Den Zuhörern gab er die sog. 3D-Regel mit als Hilfe zur Überprüfung, ob erlaubte Kritik an der Politik des Staates Israel judenfeindliche Züge enthält (Delegitimierung / Dämonisierung /Doppeltes Standards)