Im Rahmen des Heiligen Jahres 2025 wurde eine Gottesdienstkooperation zwischen unserer Pfarrei und der Gefängnisseelsorge der JVA Würzburg vereinbart. Auch in diesem Jahr durften wir Frau Doris Schäfer, Pastoralreferentin und Gefängnisseelsorgerin, in unserem Sonntagsgottesdienst begrüßen.
In ihrer eindrucksvollen Predigt gewährte sie der Gemeinde einen Einblick in ihre seit 15 Jahren verantwortungsvoll ausgeübte seelsorgliche Arbeit im Gefängnis. Ausgehend vom Tagesevangelium – der Begegnung Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen – zeigte Frau Schäfer auf, wie Jesus gesellschaftliche und kulturelle Grenzen überwindet. Die Samariter standen zur Zeit Jesu im Ansehen ähnlich am Rand wie heute viele Inhaftierte. Dennoch sucht Jesus das Gespräch, bietet Beziehung an und schenkt der Frau das „Wasser des Lebens“.
Frau Schäfer machte deutlich, dass auch heute nicht immer große Taten nötig sind, um Menschen Wertschätzung und Hoffnung zu schenken. Oft genügen ein Besuch, ein Zeichen der Verbundenheit oder ein stilles Gebet, um Gottes Zuwendung erfahrbar zu machen.
Am kommenden Sonntag wird eine Delegation unserer Pfarrei den Gottesdienst in der JVA Würzburg besuchen und so die entstandene Verbindung weiter vertiefen.
Im Anschluss an den Gottesdienst fand im Pfarrsaal ein gemeinsames Mittagessen statt. Mehr als 50 Gäste – von jung bis alt – kamen zusammen und genossen eine von Ehrenamtlichen zubereitete Kartoffelsuppe. Die Begegnung bot für alle Gelegenheit zum Austausch und gemeinsamen Gespräch. (Foto u. Text: Michael Eberlein)




