Dettelbachwallfahrt der PG Würzburg Ost
„Hab Mut! - Fürchte dich nicht! - Gott ist alles möglich.“ Das Motto des Katholikentags in Verbindung mit dem Gruß des Engels an Maria steht in diesem Jahr über der Wallfahrtszeit zur schmerzhaften Muttergottes in der Kirche Maria im Sand. So nahmen auch die Pilger aus der PG Würzburg-Ost das Thema in den Gebeten und Litaneien auf und brachen zu Fuß oder auf dem Fahrrad am zweiten Samstag im Mai zur traditionellen Wallfahrt auf. Bei schönstem Wetter konnten viele Mitbeter aus allen Gemeinden bereits um 6.00 Uhr früh am neuen Friedhof in Gerbrunn starten und unterstützt von den Musikern von Heilichs Blechle lautstark schmettern: „Beim frühen Morgenlicht.“ Texte rund um Heilung, Ermutigung und Hoffnung begleiteten die Gruppe auf ihrem ersten Weg nach Rottendorf. Dort warteten bereits die Teilnehmer aus Rottendorf und übernahmen die Aufgabe des Vorbeters. In ihren Gebeten und Litanei baten sie um Berufungen für den Dienst in der Kirche und in der Welt und um Stärkung der eigenen Berufung. Zur großen Pause öffneten die Ehrenamtlichen aus Effeldorf das Sportheim und bewirtete die Wallfahrer mit Kaffee und Getränken. Den nächsten Wegabschnitt leiteten die Bläser mit einer festlichen Fanfare ein, so dass der Weg über Bibergau nach Dettelbach kaum mehr eine Herausforderung war. In den Dörfern läuteten die Glocken beim Durchzug der Pilger und die Blasmusik grüßte die Einwohner mit dem Frankenlied. Auf der letzten Etappe rückte der Blick auf Maria als Vorbild im Glauben und Ermutigung zur Hoffnung in den Mittelpunkt bis zum feierlichen Einzug in die Wallfahrtskirche unter den Klängen des fränkischen Marienlieds „O himmlische Frau Königin.“ Pfarrer Nikolas Kehlt begrüßte die Wallfahrer, die nun auch verstärkt wurden durch die Gruppe der Radfahrer, herzlich in Dettelbach und geleite sie in die Kirche zum Gnadenaltar, der dann dreimal umrundet wurde. In der Messe gesellten sich auch Radpilger aus Röthlein zu den Feiernden. Pfarrer Johannsen verwies in seiner Predigt auf eine Aussage der berühmten Opernsängerin Maria Callas, die meinte, dass es Menschen gibt, die zum Unglücklichsein verurteilt sind. Er fragte, ob Maria ein glücklicher Mensch war und wie sie den Mitfeiernden helfen kann, sich selbst als glückliche Menschen zu erfahren. Maria lässt sich von Gott tragen und kann so auch die großen Herausforderungen ihres Lebens mit der Hilfe Gottes annehmen. Sie lebt aus der Zusage, dass für Gott alles möglich ist und sie eine Angst haben müssen. „Habt Mut - Fürchtet euch nicht - Gott ist alles möglich!“ - Diese Zusage gilt allen, die sich in Gott festmachen.
Zünftig gefeiert wurde mit Brotzeit und Getränken im Anschluss an das Hochamt, das Martin Wetterich musikalisch gestaltete. Gestärkt und zuversichtlich ging es schließlich zurück nach Rottendorf und Gerbrunn, wo Heilichs Blechle die Teilnehmer mit dem Choral „Möge die Straße“ verabschiedete.
Ein herzliches Vergelt's Gott den Musikern und Vorbetern, die wunderbare Texte für den Weg vorbereitet hatten, und allen Helfern. Nächsten Jahr wieder am zweiten Samstag im Mai um 6.00 Uhr am neuen Friedhof in Gerbrunn.











